Hocheffizientes Partikelluftsystem (HEPA-System), ein Partikelluftfiltersystem, das so konzipiert ist, dass es mindestens 99,97 Prozent der feinen Luftpartikel auffängt, die größer als mindestens 0,3 Mikrometer (0,00001 Zoll; 1 Mikrometer = 10-6 Meter) sind, wie vom Energieministerium der Vereinigten Staaten (DOE) und dem Europäischen Komitee für Normung festgelegt. Die europäische Norm ist der DOE-Norm ähnlich, definiert jedoch fünf HEPA-Klassen – H10 bis H17 – mit steigender Effizienz. Der Begriff HEPA-Filter bezieht sich nicht auf ein bestimmtes Filterdesign, sondern auf den spezifischen Wirkungsgrad (z. B. 99,97 Prozent).

Geschichte und Verwendung
HEPA-Filter wurden in den frühen 1940er Jahren entwickelt und zunächst im Rahmen des Manhattan-Projekts eingesetzt, um die Ausbreitung radioaktiver Stoffe in der Luft einzudämmen. Im darauf folgenden Jahrzehnt wurden HEPA-Filter kommerziell eingeführt, um Viren, Bakterien, Pilze, Pollen, menschliche Haare und Feinstaub (wie Rauchpartikel, Tierhaare und Staub) aus der Luft in Gebäuden zu entfernen. HEPA-Filter wurden immer beliebter und notwendiger, da die technologischen Fortschritte, die mit dem Kalten Krieg einhergingen, zum Wachstum von Branchen führten, die hocheffiziente Luftfilter benötigten, wie die Computer-, Elektronik-, Luft- und Raumfahrt- sowie die Kernkraftindustrie. Auch in Krankenhäusern und in der pharmazeutischen Industrie waren die Filter sehr gefragt, während die Einführung strenger Gesetze zur Luftreinhaltung in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern ab den 1970er Jahren das Bewusstsein für die Bedeutung sauberer Luft schärfte.

 

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